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Umgang mit Trinkgeld

Tipps für die „Tips“ – wie Trinkgelder steuer- und beitragsfrei bleiben
Beim Umgang mit Trinkgeldern setzen Gastronomen am besten auf Transparenz und Teamgeist

Sie sind das Salz in der Suppe für Gastronomie-Personal und Servicekräfte: Trinkgelder oder „Tips“ machen nicht selten einen erheblichen Anteil am Gesamteinkommen aus und sind erfreulicherweise lohnsteuer- und sozial versicherungsfrei. So weit so gut. Doch haben auch Küchenpersonal und Reinigungskräfte, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen also, die keinen direkten Kundenkontakt haben, Anteil daran, wenn der Gast zufrieden und entsprechend spendabel ist!

Offenheit und Fairness

In vielen Gastronomiebetrieben gibt es daher Regelungen, die für eine faire Verteilung der Trinkgelder innerhalb des Teams sorgen. Die Gelder fließen in eine Gemeinschaftskasse, einen „Tronc“, und werden anschließend unter allen Kollegen aufgeteilt wird. Da rechtlich das Trinkgeld zunächst der Servicekraft zusteht, die es vom Gast erhalten hat, sollten Sie solche Regelungen möglichst transparent und einver- nehmlich zu gestalten. Durch einen offenen und fairen Umgang mit dem Thema Trinkgeld stärken Sie den Teamgeist und bleiben auch rechtlich auf der sicheren Seite. Die Allgemeine Hotel und Gastronomiezeitung (AHGZ) hat eine Liste mit zu vermeidenden Fehlern zusammengestellt, die Sie nachfolgend finden.

Trinkgeld-Fehler:

  • Als Chef Trinkgelder, die für den Service gegeben wurden, als Betriebseinnahmen einbehalten (etwa jene, die mit der Kreditkarte bezahlt wurden).
  • Als Geschäftsführer eines Restaurants Trinkgeldanteile für sich selbst aus dem Topf/Tronc nehmen.
  • Die Trinkgeldverteilung unklar regeln (besser: klar nach Betriebszugehörigkeit und Position oder gleichmäßig auf alle verteilen).
  • Köche, Spüler, Putzhilfen und andere Nicht-Servicemitarbeiter gar nicht berücksichtigen oder mit einem Almosen abspeisen.
  • Leitenden Mitarbeitern einen unangemessen hohen Anteil aus dem Tronc geben.
  • Aushilfen und Leiharbeiter völlig außen vor lassen.
  • Die Topf-Verteilung nicht regelmäßig oder in zu großen Abständen vornehmen.